ARCH+: Die Bauwende und die Neuverhandlung des öffentlichen Raumes
Die Baubranche ist maßgeblich an der Klimakrise beteiligt. Obwohl immer mehr gebaut wird, sind Räume für Wohnen und Kultur für viele nicht mehr leistbar. Vor diesem Hintergrund legt unser neues Förderprojekt von ARCH+ die sozialen und ökologischen Potenziale offen, die in der Transformation des Baubestands und der Neuverhandlung von Räumen liegen.

Tomorrow Is Already Built
Projektbeschreibung
Tomorrow Is Already Built
Projektbeschreibung
Wo und wann immer es möglich ist, sollten bestehende Räume genutzt, renoviert, angepasst oder erweitert werden. Denn die Reparatur und Pflege bestehender Gebäude kann auf nachhaltige Weise leistbaren Raum für Wohnen und Kultur schaffen. Abriss und Neubau hingegen sind sehr ressourcenintensive Vorhaben, die zur sozialen Verdrängung beitragen. Das Engagement für eine Bauwende ist dementsprechend ein wesentlicher Bestandteil des Engagements gegen die Klimakrise und für eine gerechte Transformation.
Das diskursiv-performative Veranstaltungsprogramm unseres Förderprojektes Tomorrow Is Already Built trägt das Thema Transformation bestehender Räume auf die europäische Ebene. Zusammen werden die Kooperationspartner einen mehrteiligen Verhandlungsprozess inszenieren, bestehend aus Workshops und einem Filmscreening zur „Beweisaufnahme“, einer Konferenz mit Expert*innen zur „Zeugenbefragung“ und einer performativen „Verhandlung“. Das Bild der Verhandlung führt vor Augen, dass der klimaschädliche und spekulative Umgang mit unserer gebauten Umwelt eine öffentliche Angelegenheit ist, die verhandelbar sein muss.
„Wo und wann immer es möglich ist, sollten bestehende Räume genutzt, renoviert, angepasst oder erweitert werden.“
Die Beweisaufnahme soll durch Workshops zum Umgang mit unserem Baubestand und einer Filmvorführung von The Demolition Drama von HouseEurope! Argumente, Erzählungen und Vorbehalte offenlegen, verständlich vermitteln und gemeinsam mit der Öffentlichkeit fachlich, aber auch anschaulich diskutieren. Die Zeugenbefragung in Form einer Konferenz im Architekturmuseum CIVA lädt Expert*innen aus ganz Europa dazu ein, sich über erfolgreiche Ansätze, aber auch wirtschaftliche, rechtliche und architektonische Hürden einer Praxis der Reparatur und Pflege auszutauschen. Den Abschluss des Projekts bildet die öffentliche Verhandlung im PATHOS theater. Dort sollen die erarbeiteten Ergebnisse performativ ausgehandelt werden und der behutsame Umgang mit unserer gebauten Umwelt verständlich und auch über ein Fachpublikum hinaus öffentlichkeitswirksam vermittelt werden.
Der erste Workshop im Rahmen des Projektes findet statt am 9. Oktober 2024 an der VerhandelBar in der Sandstraße 47a, 80335 München. Mehr Informationen hier.








